AUSATMUNG
Klanginstallation von Olga Kokcharova, Genf
25. April bis 29. August 2010
Historisches Museum Baden




PEGELSTAND
Mit PEGELSTAND I – IV begibt sich GNOM in den öffentlichen Raum.
Der Zyklus widmet sich dem Fluss, den Brücken – den Übergängen zwischen
Land und Wasser, Ufer und Ufer, Schichten und Geschichten der gewachsenen
Stadt, dargestellt in Übergängen zwischen Konzert, Ausstellung und Theater.
PEGELSTAND I – IV zeigt musikalische, gestische, visuelle und installative
Aktionen, die von Künstlerinnen und Künstlern auf eine Situation hin entwickelt
werden.




PEGELSTAND III
Sonntag 29.August 2010, 13 Uhr
Holzbrücke Wettingen, Kanzlerrainstrasse

Nähe Kloster und Kantonsschule Wettingen

SCHWEIZER HOLZ TRIO:
HANS KOCH Bassklarinette, Sopransaxophon
URS LEIMGRUBER Tenor- und Sopransaxophon
OMRI ZIEGELE Altsaxophon und Stimme
&
DOROTHEA RUST Performance und Bewegung


Das Schweizer Holz Trio, bekannt für seine improvisiert komponierten Klänge und Gesänge
von Saxophon, Klarinette und Stimme, begibt sich für PEGELSTAND III zusammen mit
Dorothea Rust auf die alte Holzbrücke in Wettingen. Die Musiker Hans Koch, Urs Leimgruber
und Omri Ziegele lassen sich auf die dort vorzufindende akustische Situation ein - ihr
musikalisches Treiben wird in der Begegnung mit Dorothea Rust von momentaner
Bewegungsmusik und für diesen Brückenort entwickelte Aktion mit Alltagsgeräten und
Wasser gespiegelt.

Dauer: 13 bis 14.30 Uhr. Eintritt & Programm 15.-/10.-





Schweizer Holz Trio
Foto: Urs Schmid


Dorothea Rust
Foto: Christian Glaus







PEGELSTAND II
Sonntag 13. Juni 2010

KÖPPL/ZACEK Aktion
BIRGIT KEMPKER Sprache im Raum
ANNA TRAUFFER Kontrabass und Stimme
PIT GUTMANN Percussion Art


In PEGELSTAND II wird die Badener Holzbrücke mit ihrer Umgebung und im erweiterten
Rahmen des Figura-Theaterfestivals zum Veranstaltungsraum für singenden Kontrabass,
Kunstaktion, Sprache als lebendige Zeichen und 'percussion art pur'.
Anna Traufer spiegelt das Wasser mit rhythmischer und einlullender Musik und Klang-
spielereien. Die Aktion des Künstlerduos köppl/zacek bezieht die örtliche und soziale
Umgebung mit ein und rückt Alltäglichkeiten in ein neues Licht. Birgit Kempker setzt als
Schreibende bewegliche Zeichen in und um den Brückenraum. Pit Gutmann verbindet in
seiner Improvisation moderne Rhythmen und Klänge auf ausgefallenen Klangskulpturen
und gegenständen der anderen Art.


Anna Trauffer
Foto: Dorothea Rust


Köppl/Zacek
Foto: Dorothea Rust

<
Birgit Kempker
Foto: Dorothea Rust


Pit Gutmann
Foto: Dorothea Rust







PEGELSTAND I
Sonntag 09. Mai 2010

MALCOLM GOLDSTEIN Violine
DOROTHEA RUST Performance
CATHY VAN ECK Klangperformance


In PEGELSTAND I wird die Badener Holzbrücke - die heuer 200 Jahre alt ist - zur bewegten
Klanginstallation. Die Brücke als ein Moment über dem fliessenden Wasser, als Passage, die
Orte und Zeiten verbindet:
Malcolm Goldstein und Dorothea Rust, die seit den 90er Jahren zusammenarbeiten,
erkunden diesen Raum in der Vertikalen und Horizontalen mit dem Klang der Violine und der
Stimme, mit Gesten, Werkzeugen und Materialien aus der Natur.
Cathy Van Eck nimmt die ZuschauerInnen auf einen Spaziergang mit. Sie trägt Sirenen, die
Lautsprecher und Skulptur in einem sind, auf dem Rücken; ihre Klänge tasten Brückenstruktur
und Limmatufer ab.












Malcolm Goldstin und Dorothea Rust
Fotos: Christian Glaus


Cathy van Eck
Fotos: Christian Glaus







AUSATMUNG

Klanginstallation von Olga Kokcharova, Genf
25. April bis 29. August 2010
Historisches Museum Baden


Landvogteischloss, 5400 Baden -
www.museum.baden.ch

Die Klangintervention befindet sich dem Historischen Museum Baden
vorgelagert zur Limmat hin. Sie ist zwischen dem 25. April und 29. August2010
jederzeit zugänglich. Informationen zur Künstlerin und ihrer Intervention
sind im Museum erhältlich (Di-Fr 13-17 Uhr; Sa/So 10-17 Uhr).


Ausgangspunkt für die Intervention der Jungen Klangkünstlerin Olga Kokcharova waren
Dokumente industrieller Arbeit im Museum. Von dort aus hat Kokcharova das ehemalige
Industriequartier Badens erkundet und anstelle von lauten Maschienengeräuschen das
subtile «Ausatmen» der Lüftungsanlagen in umgenutzten Industriehallen und neuen Büro-
komplexen entdeckt. Diese auditiven Spuren führt die Künstlerin nun zurück zum Museum
und zum Fluss, welcher die Stadtentwicklung wesentlich geprägt hat. Die Lüftungsgeräusche
und das Ostinato der Limmat verbinden sich zu einer mehrstimmigen Klangtextur und einer
Reflexion auf die Desindustrialisierung.
Mit Ausatmung ist Olga Kokcharova als Siegerin aus dem Projaktwettbewerb Das Ohr der Zeit
von GNOM hervorgegengen


Erst das Rauschen, dann der Rausch
von Christian Berzins, Aargauer Zeitung vom Freitag, 23. April 2010



Olga Kokcharova beim Aufbau der Installation
Foto Alex Spichale, Aargauer Zeitung


Olga Kokcharova und Dorothea Rust
bei der Vernissage im Historischen Museum Baden
Foto Hans-Jürg Meier


Olga Kokcharova bei der Aufnahme von Geräuschen
Foto Serafin Brandenberger