Saison 2017



Freitag, 27. Oktober 2017, Historisches Museum Baden, 20 Uhr
Historisches Museum, Wettingerstrasse 2, 5400 Baden

Solo 4 – Ivana Pristašovà, Violine


Werke von Georg Friedrich Haas, Thomas Wally (UA), und Salvatore Sciarrino


Ivana Pristašovà


Das Konzertprogramm von Ivana Pristašovà setzt einen Fokus auf österreichische
Komponisten. Neben Georg Friedrich Haas, dessen Werke fester Bestandteil des zeit-
genössischen Repertoires sind, kommt ein neues Werk des jungen Wiener Komponisten
Thomas Wally zu Gehör. Thomas Wally, selbst ein hervorragender Geiger, ist ein äusserst
begabter Komponist, der mit seinen komplexen Partituren immer wieder aufhorchen lässt. Er
hat für Ivana Pristašovà ein neues Werk komponiert, das bei GNOM im Historischen Museum
zur Uraufführung gelangen wird. Im zweiten Teil des Programms erklingt ein Meilenstein der
Geigenliteratur, die Sei Capricci von Salvatore Sciarrino.

Ivana Pristašovà ist eine in ganz Europa gefragte Solistin und Kammermusikerin. In ihrem
Geburtsort Bratislava, Slowakei, erhielt sie ihren ersten Violinunterricht im Alter von sieben
Jahren. Ihr Violinstudium absolvierte sie am Konservatorium in Bratislava sowie an der
Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Prof. Michael Frischenschlager und
Frau Prof. Eugenia Tchougaeva.
Ivana Pristašovà war Konzertmeisterin der „Kammersolisten Bratislava“ und konzertierte mit
dem „Klangforum Wien“ an allen grossen Festivals Europas. Heute ist sie Mitglied des „PHACE
contemporary music“ in Wien und des "Mondrian Ensemble Basel", leitet eine Violinklasse am
Konservatorium in Innsbruck und lebt im Kanton Aargau.
Es freut uns, diese Ausnahmegeigerin dem hiesigen Publikum in einem Solorezital vorstellen
zu dürfen!




Samstag, 2. September 2017, Historisches Museum Baden, 20 Uhr
Historisches Museum, Wettingerstrasse 2, 5400 Baden

Solo 3 – Silvain Guignard, Biwa und Gesang


Werke von YAMAZAKI Kyokusui, TACHIBANA Kyokuso, MIKI Minoru


Silvain Guignard



Im dritten Solokonzert der Konzertreihe GNOM steht die japanische Kurzhalslaute Biwa im
Rampenlicht. Silvain Kyokusai Guignard wird ein Programm mit traditionellen und zeitge-
nössischen Kompositionen für Biwa und Gesang vortragen. Bei den traditionellen Stücken
handelt es sich um Balladen, die auf japanisch gesungen und auf der Biwa begleitet werden.
Eine deutsche Übersetzung der Gesangstexte wird dem Publikum vorliegen.

Silvain Kyokusai Guignard stammt aus Aarau. Nach einem Klavier- und Musikwissenschafts-
Studium reiste Guignard 1983 nach Japan um das Biwaspiel zu erlernen. 1996 erwarb er den
Meistertitel für Biwa. Heute ist er Professor an der Osaka-Gakuin-Universität, wo er japanische
und europäische Kunst und Musik unterrichtet. Er beherrscht nicht nur das Saiteninstrument
Biwa, sondern auch die altjapanische Sprache, die Erzählkunst und den Gesang. Guignard
gehört zu den renommiertesten Biwa-Spielern und ist in seiner Kunst weltweit gefragt.

Silvain Kyokusai Guignard wird bei seinem Auftritt im Historischen Museum eine Einführung in
die Kunst des Biwaspiels geben.




Freitag, 19. Mai 2017, Historisches Museum Baden, 20 Uhr
Historisches Museum, Wettingerstrasse 2, 5400 Baden

Solo 2 – Christian Dierstein, Perkussion


Werke von Hanna Eimermacher, Georges Aperghis, Marc André,
Dieter Schnebel, Francois Sarhan, Manos Tsangaris


Christian Dierstein


„Musiktheater für einen Schlagzeuger“: Christian Diersteins Soloauftritte gehen weit über
die traditionellen Möglichkeiten der Perkussion hinaus, inszenieren sich in Raum und Zeit
und führen das Publikum auf eine Entdeckungsreise für Auge und Ohr.

Christian Dierstein gehört zu den führenden Perkussionisten unserer Zeit. Er konzertiert bei
den bedeutendsten Musikfestivals und seine Konzerttätigkeit führt ihn regelmässig um die
ganze Welt.

Neben seiner Solokarriere ist er Mitglied beim ensemble recherche und beim Trio accanto. Er
ist Professor an der Musikhochschule Basel und Madrid und gibt weltweit Schlagzeugkurse.


Konzertprogramm:

Hanna Eimermacher Frames (2016)
Mark André S2 (2015)
Dieter Schnebel aus Zeichensprache / der Springer (1987/88)
Georges Aperghis complainte (1983)

- PAUSE -

Georges Aperghis action avec son obligée (1983)
Francois Sarhan homework for body percussion (2011)
Manos Tsangaris Traktat (1979)
Georges Aperghis le corps a corps (1984)


Christian Dierstein bei GNOM im Historischen Museum Baden



Christian Dierstein bei GNOM im Historischen Museum Baden



Christian Dierstein bei GNOM im Historischen Museum Baden



Christian Dierstein bei GNOM im Historischen Museum Baden





Freitag, 31. März 2017, Historisches Museum Baden, 20 Uhr
Historisches Museum, Wettingerstrasse 2, 5400 Baden

Solo 1 – Garth Knox, Viola, Viola und Elektronik, Viola d’amore


Werke von Jane O'Leary, Salvatore Sciarrino, Kaija Saariaho,
Fred Frith, Garth Knox


Garth Knox, © François Figlarz


Der Bratschist Garth Knox gehört zu den herausragenden Interpreten unserer Zeit.
Seine einzigartige Virtuosität und Klangkenntnis haben die Spieltechniken der Bratsche
entscheidend weiterentwickelt.

Der Musiker mit irisch-schottischen Wurzeln hat als langjähriges Mitglied des Ensemble
InterContemporain Paris und des Arditti Quartetts sowie in seiner Solokarriere Werke der
wichtigsten Komponisten unserer Zeit uraufgeführt. Garth Knox’ intensive Beschäftigung
mit der Viola d’amore hat eine Renaissance des Instruments in der zeitgenössischen Musik
bewirkt.

Bei GNOM wird er auf der Bratsche, der Viola d’amore sowie auch als Komponist zu hören
sein. Er spielt Werke von Kaija Saariaho, Salvatore Sciarrino, Jane O'Leary, Fred Frith und
Garth Knox.

Jane O'Leary "Number 19" für Viola (2015)
Salvatore Sciarrino "Tre notturni brillanti" für Viola (1975)
Kaija Saariaho "Vent Nocturne" für Viola und Elektronik (2006)

Garth Knox "Cinq Petites Entropies" für Viola d’Amore (2016)
Fred Frith "Woulda Coulda Shoulda" für Viola (2016)
Garth Knox "Viola Spaces" für Viola (2009)

Die Tontechnik dieses Konzerts wird Isaï Angst betreuen.

www.garthknox.org

Garth Knox bei GNOM im Historischen Museum Baden_1

Garth Knox bei GNOM im Historischen Museum Baden_2

Garth Knox bei GNOM im Historischen Museum Baden_3

Garth Knox bei GNOM im Historischen Museum Baden_4

Garth Knox bei GNOM im Historischen Museum Baden_5



Garth Knox, © DR




Garth Knox zu Gast in Baden! Plakatentwurf: Dominique Eliane Girod






Freitag, 24. Februar 2017, Royal Baden, 20 Uhr
Royal Baden, Bahnhofstrasse 39, 5400 Baden

Azeotrop


Das schon fast legendäre Duo mit Dominik Blum an der Hammond Orgel und
Peter Conradin Zumthor am Schlagzeug spielt das Eröffnungskonzert der Saison
2017.

Set 1
Azeotrop spielt seine lauten, virtuosen und ungestümen Noise-Metal
Improvisationen, gespickt mit den sehr schnellen und kurzen „Jingles“ von Peter
Conradin Zumthor und Felix Profos.

Set 2
Der Schweizer Komponist Felix Profos hat 2009 im Auftrag von Azeotrop das
20 minütige Werk "Bock" geschrieben. Das Werk besteht aus sechs Teilen mit
Titeln wie "Horn", "Bann", "Marsch", oder "Loch". "Bock" ist ein Werk, dass mit
hoher Energie immerzu vorwärts drängt und in seinen scheinbar einfachen,
bohrenden Rhythmen zu drehen und zu rotieren beginnt und eine eindrückliche
Präsenz ausübt. Ein komponiertes Ritual.



Azeotrop: Dominik Blum, Hammond Orgel und Peter Conradin Zumthor, Schlagzeug


www.dominikblum.ch

Azeotrop spielt Profos

Azeotrop spielt Azeotrop



Azeotrop zu Gast in Baden! Plakatentwurf: Dominique Eliane Girod





Saison 2016



Samstag, 3. Dezember 2016, Aktionshalle Stanzerei, 20 Uhr
Stanzerei Baden, Bruggerstrasse 37, 5400 Baden

Christoph Gallio / Caro Niederer: GLASSWARE


GLASSWARE (2016) UA

Christoph Gallio, Komposition / Musikalische Leitung
Caro Niederer, Projektionsinstallation

Raphael Loher, Klavier, Elektronik
Ernst Thoma, Synthesizer, Elektronik
Christoph Gallio, Saxophon
Dominique Girod, Kontrabass
Alex Huber, Schlagzeug
Willy Strehler, Sound Mix


Das abendfüllende multimediale Projekt GLASSWARE des Komponisten
Christoph Gallio und der Künstlerin Caro Niederer findet im Rahmen der
Konzertreihe GNOM in der Stanzerei seine Uraufführung.

Wie hängen die Kompositionen von Christoph Gallio mit dem Video von Caro
Niederer zusammen? Die beiden Künstler stellen in sich abgeschlossene, für
sich stehende Werke, die sich gegenseitig ergänzen und kommentieren,
einander gegenüber. Gleichzeitig liegen den Arbeiten von Niederer und Gallio
Gemeinsamkeiten zugrunde, durch die GLASSWARE zu einer aus dem
Wechselspiel der Medien heraus verständlichen Gemeinschaftsarbeit wird.
Ein Wechselspiel visueller und akustischer Wahrnehmung im Grenzbereich von
visueller Kunst und Musik.

Die Kooperationen zwischen Gallio und Niederer ist eine gleichermaßen offene und verschlungene Form, in der jedes Medium zu seinem Recht kommt.
Niederers Video evoziert einen Klangraum, Gallios Musik Bilder.







Glassware, © Caro Niederer


www.gallio.ch
www.soziale-musik.ch




Italien II, Nudi


Sonntag, 30. Oktober 2016, Aula der Kantonsschule Wettingen, 17 Uhr
Kloster Wettingen, Klosterstrasse 11, 5430 Wettingen

Marco Momi: Nudi
Tre Nudi für Klavier (2006)
Cinque Nudi für Saxophon und stompboxes (2012)
Due Nudi für Viola (2013)
Quattro Nudi für Elektrische Gitarre (2014)

Giacinto Scelsi: Ko-Tha I für akustische Gitarre (1967)
Pierluigi Billone: Sgorgo Y für elektrische Gitarre (2012)

Mats Scheidegger, Gitarre
Petra Ackermann, Viola
Raphael Camenisch, Saxophon
Philipp Meier, Klavier
Isaï Angst, Elektronik



Mats Scheidegger


Italien II ist das zweite Konzert, das die Konzertreihe GNOM in dieser Saison italienischen
Komponisten widmet. Der 1978 in Perugia geborene Marco Momi gehört zu den aufstrebenden
Komponisten der jüngeren Generation. Sein Werkzyklus Nudi ist ein über die Jahre hinweg
gewachsenes work in progress. Momi bezeichnet die Nudi als Studien über die Einsamkeit des
Instruments mit seinem Interpreten. Die insgesamt vierzehn Stücke für Klavier, Saxophon, Viola
und elektrische Gitarre werden in freier Reihenfolge gespielt und finden aus ihrer Einsamkeit in
ein Dialogisieren zurück, daraus entsteht eine virtuelle Kammermusik mit subtilen Zusammen-
hängen. Bei GNOM erklingt dieser einzigartige Zyklus zum ersten Mal integral. Es spielen Petra
Ackermann (Viola), Raphael Camenisch (Saxophon), Mats Scheidegger (Gitarre) und Philipp
Meier (Klavier).

Im zweiten Teil des Programms steht der Gitarrist Mats Schiedegger im Mittel-
punkt. Scheideggers intensive Konzerttätigkeit als Solist führte ihn an Festivals wie
Lincoln Center Festival New York, Festival D'automne à Paris, ENO London, Lucerne
Festival, Wien Modern, Festspiele Berlin, RuhrTriennale. Er pflegt eine nachhaltige Zusammenarbeit mit Komponisten wie Helmut Lachenmann, Brian Ferneyhough,
Franck Bedrossian, Nadir Vassena, Beat Furrer, u.a. Viele Ur- und Erstaufführungen
sowie zahlreiche CD-Aufnahmen belegen sein künstlerisches Schaffen.
Er wird mit akustischer sowie mit elektrischer Gitarre Werke von Giacinto
Scelsi und Pierluigi Billone interpretieren. Der kleine Scelsi- Schwerpunkt dieser
Saison wird mit Ko-Tha abgeschlossen. Dem Werk hat Scelsi den Untertitel
„pour Guitare traitée comme un instrument de percussion“ beigefügt. Das zweite
Werk von Pierluigi Billone, das in dieser Saison bei GNOM zu hören sein wird und
einen Einblick in die Klangwelt dieses aussergewöhnlichen Komponisten gewährt,
ist Sgorgo für elektrische Gitarre. Zu Sgorgo schreibt Billone folgenden kurzen
Programmtext: „Mokurai sagte: ‚Du kannst den Klang von zwei Händen hören,
wenn sie zusammen klatschen. Zeig mir jetzt den Klang einer klatschenden
Hand...’“




Ensemble Werktag – „im klang sein“


Freitag, 30. September 2016, Gartensaal der Villa Boveri, 20 Uhr
Villa Boveri, Ländliweg 5, 5400 Baden

Giacinto Scelsi: Tre pezzi per sassofono (1956)
Edu Haubensak: Gestes für Saxophon und Schlagzeug (1991)
Edu Haubensak: Schwarz Weiss für Klavier (1979)
Hans-Jürg Meier: gnal für Saxophon und Klavier (2014)
Ernstalbrecht Stiebler: „im klang sein“ für Saxophon, Schlagzeug, Klavier (2014)
Hans-Jürg Meier: tre für Lithophon (2015)

Ensemble Werktag:
Tobias Gerber, Saxophon; Rafael Rütti, Klavier; Sebastian Hofmann, Schlagzeug



Ensemble Werktag: Tobias Gerber, Sebastian Hofmann, Rafael Rütti


Das Zürcher Ensemble Werktag versteht sich als ein Kleinst-Verbund von
Musikern, der die geschlossene Kammermusikformation Trio zuweilen bewusst
aufbricht. So lotet Werktag immer wieder die Möglichkeiten verschiedener
Besetzungen aus. In ihrem Konzert bei GNOM sind die Musiker sowohl als
Solisten als auch als Kammermusiker präsent.
Das Ensemble Werktag hätte bei ihrem Auftritt bei GNOM eine neue Komposition
von Hans-Jürg Meier uraufführen sollen - leider wurde dieses Werk wegen dem
allzu frühen Tod des Komponisten im vergangenen Dezember nicht mehr
komponiert. Zum Gedenken an Hans-Jürg Meier erklingen zwei seiner letzten
Werke, gnal für Saxophon und Klavier und tre für Lithophon.
Skepsis gegenüber einer konventionell okzidentalen Form-Dramaturgie ist den
weiteren Komponisten dieses Programms gemeinsam. Es öffnen sich in der
spirituell inspirierten Musik von Giacinto Scelsi, der präzise ausgehorchten
Klangwelt von Edu Haubensak und im klang sein von Ernstalbrecht Stiebler
individuelle Klangwelten. Musik, die Klängen ihren Raum lässt, oder, wie
Ernstalbrecht Stiebler sagt: „Musik ist zu schade, um sie mit Emotionen zu
befrachten.“


www.werktag.cc




Mondrian Ensemble – Italien I


Freitag, 2. September 2016, Historisches Museum, 20 Uhr
Historisches Museum, Landvogteischloss, Wettingerstrasse 1, 5400 Baden

Giacinto Scelsi: Trio à cordes (1958)
Stefano Scodanibbio: Composte terre für Violine und Viola (1992)
Salvatore Sciarrino: Codex purpureus für Streichtrio (1983)
Pierluigi Billone: ITI KE MI für Viola (1995)

Mondrian Ensemble:
Ivana Pristašovà, Violine; Petra Ackermann, Viola; Karolina Öhman, Violoncello



Mondrian Ensemble: Ivana Pristašovà, Petra Ackermann, Karolina Öhman © Fuentes


Das Mondrian Ensemble gehört zu den renommiertesten Ensembles der
Schweizer Musikszene. Im Historischen Museum Baden wird das Ensemble in
Streichtriobesetzung auftreten und setzt den Fokus seines Programms auf vier
italienische Komponisten.

Zum Auftakt des Programms erklingt ein Klassiker der Moderne, das Trio à cordes
von Giacinto Scelsi. Das Trio à cordes gehörte zu Scelsis ersten Versuchen einer
nicht deduzierbaren Musik: er versuchte das Streichtrio wie ein unbekanntes
Instrument neu zu erfinden. Eine Arbeitsweise, die Pierluigi Billone in seinen
Werken auf die Spitze treibt, indem er einen wahren Katalog an neuen Spiel-
techniken erfindet und erforscht. „Seine radikale Gangart hat ihn dahin geführt,
unerhörte Klangwelten zu erforschen und eigene instrumentale Techniken zu
entwickeln. Aber zur selben Zeit befinden sich seine Inspirationsquellen in einer
archaischen Welt, in einem Universum der Sakralität, als wenn bei ihm die
fortschrittlichste Position der Moderne die Essenz des Phänomens Musik selbst
erreichen würde.“ (Philipp Albéra) Von Billone erklingt das Violastück ITI KE MI.
Das Stück für Violine und Viola Composte terre von Stefano Scodanibbio verblüfft
durch seine berauschende Klangfülle, die durch ein Höchstmass an komplexer
spieltechnischer Virtuosität erzielt wird. Codex purpureus von Salvatore Sciarrino
bezieht sich auf eine griechische Handschrift des Evangeliums aus dem sechsten
Jahrhundert und ist in seiner fragmentierten Klangsprache ein Werk von
berückender Schönheit.


www.mondrianensemble.ch




Konus Quartett – During a Lifetime


Mittwoch, 6. April 2016, 20 Uhr
Galerie anixis, Oberstadtstrasse 10, 5400 Baden

Jürg Frey: Mémoire, horizon (2013/14)
Chiyoko Szlavnics: During a Lifetime (2015)
Thomas Korber: Musik für ein Feld (2011)

Das Konus Quartett wird in der Galerie anixis drei Werke für Saxophonquartett
aufführen, bei denen das Erfahren von Zeit eine entscheidende Rolle spielt. Der in
Aarau lebende Komponist Jürg Frey schreibt zu seinem Stück: "In meiner Musik
wiege ich zwei Zustände ab: Linearität und Weite. Man kann Zeit als linearen Weg
erleben, der weiter und weiter vorwärts geht. Oder sie breitet sich aus, die Musik
bleibt stehen und der Raum öffnet sich mehr und mehr. Mémoire, horizon bewegt
sich auf der Grenze dieser beiden Erlebniswelten.“ Die Kanadierin Chiyoko
Szlavnics arbeitet in During a Lifetime mit Sinuswellen, um Klänge in Schwingung
zu versetzen, um sie mit Schwebungen hervorzuheben oder um sie zu erweitern.
In Musik für ein Feld erweitert der Zürcher Komponist Thomas Korber das
Saxophonquartett mit Elektronik. Die statische Form des Stücks steht im Kontrast
zur sich ständig verändernden akustischen Kulisse, die synthetisch generierten
Klänge der Elektronik treffen auf die natürlichen Klänge der akustischen
Instrumente.
Das Konus Quartett wurde 2015 zum renommierten Huddersfield Contemporary
Music Festival in England eingeladen. Eine Tournee führte das Ensemble in die
USA und nach Kanada.




Saison 2015



Tamriko Kordzaia spielt Klaus Lang


22. November 2015, Aula der Kantonsschule Wettingen

18:00 Uhr Klaus Lang im Gespräch mit Tobias Gerber

19:00 Uhr Klaus Lang: sieben sonnengesichter (2011/2013)

Tamriko Kordzaia, Klavier


Musik ist für Klaus Lang keine Sprache, die der Kommunikation außer-
musikalischer Inhalte dient, wie z.B. Affekten, philosophischen oder religiösen
Ideen, politischen Programmen, etc, sondern sie ist ein freies für sich stehendes
akustisches Objekt. Der Klang wird nicht benutzt, sondern er wird hörend
erforscht und ihm wird die Möglichkeit gegeben seine ihm innewohnende reiche
Schönheit zu entfalten. Wenn Klang nur Klang ist (und auf nichts anderes
verweisen soll), gerade dann wird er als das wahrnehmbar, was er eigentlich ist,
nämlich als ein zeitliches Phänomen, als hörbare Zeit. Die Zeit als das eigentliche
Material ist für Klaus Lang zentraler Gegenstand der Musik. Musikalisches
Material ist durch das Klingen wahrgenommene Zeit, der Gegenstand von Musik
das hörende Erlebnis von Zeit.

Die „sieben sonnengesichter“ aus den Jahren 2011/13 sind ein Zyklus von sieben
Klavierstücken mit einer Gesamtdauer von insgesamt achtzig Minuten. Dieses
gewaltige Klavierwerk wird bei GNOM zum ersten Mal integral zu hören sein. Für
die Neueinstudierung des Werkes konnte die in Zürich lebende georgische
Pianistin Tamriko Kordzaia gewonnen werden. Als Konzerteinführung wird Tobias
Gerber mit Klaus Lang ein Gespräch führen.




à travers à trois – James Tenney


Sonntag 6. September 2015, 19:00 Uhr, Gartensaal Villa Boveri

Neue Werke von Peter Streiff – Edu Haubensak – Hans-Jürg Meier

James Tenney: aus Postal Pieces (1954-71)
No.5: Maximusic / No.1: BEAST / No.8: August Harp /
No.6: Swell Piece / No.4: Koan

Sarah Giger, Sarah van Cornewal, Nadja Camichel (Traversflöten); Martin
Lorenz (Perkussion); Hannes Giger (Kontrabass), Christina Maria Kurz (Harfe),
David Sontón Caflisch (Violine)

Die neuen Werke von Peter Streiff, Edu Haubensak und Hans-Jürg Meier widmen
sich in je eigener Weise der reichen Mikrointervallik der historischen Traversflöten.
Dabei entstehen differenzierte Klangfelder und -linien durch einen Mikrokosmos,
der von der Perkussion akzentuiert und kontrastiert wird.
Während das Werk von Edu Haubensak sich in Klangsträngen in einem erweitert
interpretierten Unisono melodisch durch den Tonraum bewegt, nähert sich Peter
Streiff der ungewohnten Hörerfahrung mittels verschiedenartiger Kompositions-
teile, die dem Werk einen undramatischen Zeitverlauf einschreiben. Hans-Jürg
Meier indessen überträgt Proportion, Zahl und Mass der römischen Kirche Santo
Stefano Rotondo in eine musikalische Form, die sich ausgeprägt in intervallischen
Strukturen zeigt, wobei engst beieinanderliegende Intervalle den grössten Raum
um sich verlangen, um ihre Kraft entfalten zu können.

Im zweiten Teil des Konzertes wird eine Auswahl der „Postal Pieces“ des
amerikanischen Komponisten James Tenney (1934-2006) zu hören sein. Tenney
verfolgt in seiner Musik oftmals einen wissenschaftlichen Ansatz, indem er einer
Idee nachgeht und diese Recherche musikalisch umsetzt. Er initiiert einen
Prozess, der konsequent durchgespielt wird, ohne dass er als subjektiv
gestaltender Komponist in das System eingreift. Die „Postal Pieces“ sind an
Freunde verschickte Werke, notiert auf Postkarten, welche eine dieser
musikalischen Ideen verbal oder grafisch vorstellen.




KulTour: en passant


Samstag, 6. Juni 2015, öffentliche Passagen in der Stadt Baden

15 - 21 Uhr, en passant
Uraufführung des Konzeptes von GNOM für 10 Schlagzeuger/innen

Die Teilnahme von GNOM an der KulTour hat Tradition, in den letzten Jahren
jeweils mit einer akustischen Beschallung des Metro Shops.
Für 2015 hat GNOM ein neues Format ausgearbeitet: in einer Promenade werden
die Besucher- und Passanten/innen «en passant» aus verschiedenen Winkeln der
Stadt sechs Schlagzeug-Wirbel hören. 10 Schlagzeuger/innen stehen in sechs
verschiedenen Durchgängen in der Stadt Baden und reichen während 5 Std. in
einer Stafette die Trommel-Wirbel weiter; die Wirbel brechen nie ab und können
auf den Pegel der Umgebungsgeräusche reagieren.

Brian Archinal, Claudia Beck, Luca Borioli, Jonas Brügger, Dominik Dolega,
Martin Fässler, Pit Gutmann, Sebastian Hofmann, Martin Huber, Marcio de
Sousa (Schlagzeug)

Standorte: Stadtturm, Torbogen Rathaus-/Zwingelgasse, Eingang Parkhaus,
Theaterplatz, Treppe unter Theaterplatz, Unterführung Schulhausplatz,
Durchgang Dynamostrasse/Langhaus




Drei Tage Strom


Festival für elektronische Musik, Baden/Zürich
In Zusammenarbeit mit der IGNM Zürich und dem Musikpodium Zürich


Mit freundlicher Unterstützung des Institute for Computer Music and Sound
Technology der ZHdK

Freitag, 29. Mai 2015, 20.15 Uhr, Stanzerei Baden

Wien geht Baden!


Der Komponist und Turntablist Jorge Sánchez-Chiong wurde 1969 in
Caracas/Venezuela geboren und lebt seit 1988 in Wien. Als "akustisches
Edel-Geröll", "lustvollvirtuosem Farbenspiel", "aufwühlend”, "kompakt”,
"hyper-schnell” und "meisterhaft” wurde das Werk des kubanisch-chinesisch
abstämmigen Komponisten von der deutschsprachigen Kritik gelobt (FAZ,
Die Presse, Standard).
Sein unorthodoxer Umgang mit dem Plattenspieler als Teil der Instrumentierung
zeitgenössischer Musik hat ihm Türen zu Konzertsälen geöffnet. Namhafte
Ensembles haben seine Werke uraufgeführt. Seine Werke sprengen den
Rahmen der Konzertmusik und setzen sich im Bereich der Videokunst, des
Tanzes, des experimentellen Theaters und der Elektronik fort.
Zum Festivalauftakt hat Sánchez-Chiong von GNOM eine carte blanche
erhalten. Er präsentiert in einem abendfüllenden Konzept eigene Kompositionen
sowie Künstler und Künstlerinnen aus seinem performenden Wiener Umfeld.
Dem Publikum wird an diesem Abend ein faszinierender Einblick in die new
media art-Szene aus Wien geboten.

Mit Jorge Sánchez-Chiong treten auf: die Videokünstler von TE-R (Visuals),
Bad Weatherreport, Thomas Wagensommerer (Electronics), Uli Kühn
(Electronics & Physics), Martin Siewert (E-Gitarre), Alexander J. Eberhard
(E-Viola & Electronics), Roland Schueler (Violoncello) bonaNza
(Electronics) und Florian Bogner (Klangregie)


Die folgenden Festivaltage finden am 5. und 6. Juni in Zürich statt:

Freitag 5. Juni 2015
Löwenbräu-Areal, Limmatstrasse 270, Zürich
20.30: Norbert Möslang
21.00: Gordon Monahan
22.00: Kassel Jaeger
23.00: Kaffe Matthews
24.00: Deer

Samstag 6. Juni 2015
Löwenbräu-Areal, Limmatstrasse 270, Zürich
16.00: Ensemble Adapter / Marta Zapp
18.00: Andrea Neumann

Samstag 6. Juni 2015
Provitreff, Sihlquai 240, Zürich
22.00: Metamkine
23.00: Benny Jaberg
24.00: Eric Holm
anschl.: Norbert Möslang




laub


23. April 2015, Berufsfachschule BBB, Martinsberg Baden, Vorhalle

20:00 Uhr  Konzert für zwei Stimmen

Regula Konrad und Marianne Schuppe (Stimmen und Komposition)






Saison 2014



Ouvertüre


Freitag 25. April 2014, Aula Kantonsschule Wettingen, Flyer pdf


19:00 Uhr   Feierabendgespräch mit Thomas Kessler,
Germán Toro-Pérez und Arturo Fuentes. Moderation: Michelle Ziegler

20:00 Uhr   Musik für Klavier und Elektronik

Mario Davidovsky Synchronisms No. 6 for piano and electronic sound (1970)
Germán Toro-Pérez Inventario II para piano y sonidos electrónicos (1999/2005)
Arturo Fuentes Disparate volante for piano and soundtrack (2009)
Thomas Kessler Piano Control für Klavier und Synthesizer (1974)
Georg Friedrich Haas Ein Schattenspiel für Klavier und Live-Elektronik (2004)

Philipp Meier (Klavier), Germán Toro-Pérez (Elektronik), Florian Bogner
(Technik)

Zusammenarbeit mit dem ICST Institut for Computermusic and Sound Technology
der ZHdK, Zürcher Hochschule der Künste



Philipp Meier, Germán Toro-Pérez © Arturo Fuentes


TRUDELHAUS I, Doppelkonzert


in der Ausstellung devant derrière, Flyer pdf


Sonntag 15. Juni 2014, Ausstellungsraum TRUDELHAUS, Baden

16:30 Uhr   MIRROR4
Performance mit Dorothea Rust (Performance, Tanz), Hildegard Kleeb (Radios und
Perkussion), Pelayo Arrizibalago (Turntables und Ton-Generator)

18:00 Uhr   RETRO DISCO spielt Mixed Blessings, Indiana von Robert Ashley
Samuel Stoll (Horn), Moritz Müllenbach (Violoncello), Simone Keller (Synthesizer)

19:00 Uhr   Gespräch zu Performance und Musik mit Patrizia Keller (TRUDELHAUS) , Moritz
Müllenbach (RETRO DISCO) und Dorothea Rust (GNOM). Moderation: Cathy Van Eck



MIRROR4, Dorothea Rust © Urs Schmid



TRUDELHAUS II, Konzert mit dem Trio EIS


in der Ausstellung Modell und Utopie, Flyer pdf


Donnerstag 11. September 2014, Ausstellungsraum TRUDELHAUS, Baden

19:00 Uhr   Gespräch mit dem Komponisten Christoph Herndler
                     und der Kuratorin Sadhyio Niederberger.
                     Moderation: Franziska Lingg

20:00 Uhr   Konzert in der Stadtkirche Baden
                     1. Teil:  Christoph Herndler: Wetter und Zeit - Lieder ohne Orte (2014, UA)
                     2. Teil:  Pierluigi Billone: Mani.Giacometti (2000)

Trio EIS: Ivana Pristasova (Violine), Petra Ackermann (Viola),
Roland Schueler (Violoncello)



Roland Schueler, Ivana Pristasova, Petra Ackermann © Trio EIS



vox dilecti mei - wingert in der frühe


Mittwoch, 19. November 2014, Gartensaal der Villa Boveri, Flyer pdf


19:00 Uhr   Feierabendgespräch mit Claudio Santambrogio, Sarah van
                   Cornewal, Conrad Steinmann und Hans-Jürg Meier.
                   Moderation: Burkhard Kinzler

20:15 Uhr   Konzert mit dem Modena Consort

Das Programm vox dilecti mei – wingert in der frühe, vereint Hohelied-
Vertonungen aus der Renaissance mit Neukompositionen für Sopran, vier
Renaissance-Traversflöten und Laute von Hans-Jürg Meier.