Sonntag 27. September 2009
Museum Langmatt
Der Galerietrakt der Villa Langmatt diente der Familie Sidney Brown – Bauherr der Langmatt
und Mitbegründer der Brown, Boveri und Co. als Rahmen für stilvolle Hauskonzerte.
Hier wurden unter anderem die Kompositionen des jüngsten Sohnes Harry Frank Brown
uraufgeführt.
Inmitten einer international beachteten Sammlung französischer Gemälde der Jahrhundert-
wende bringt das Absolut Trio mit Gast ein Werk des Wahl-Franzosen Harry Brown
zur Aufführung.
Zwei herausragende französische Kammermusikwerke des zwanzigsten Jahrhunderts setzen
den Horizont der Klangkunst weit über die Galeriemauern hinaus fort.
Harry F. Brown (1905-1972)
- Pièce en Trio
Gérard Pesson (1958)
- Nocturnes en quatuor
Maurice Ravel (1875-1937)
- Trio in a-moll
Absolut Trio:
Bettina Boller, Violine
Walter Grimmer, Cello
Stefka Perifanova, Klavier
Heinrich Mätzener, Klarinette
Einführung zu Harry F. Brown
Michael Schneider - Musikwissenschaftler, Komponist, Stiftungsrat der Peter-Mieg-Stiftung
In Zusammenarbeit mit dem Museum Langmatt, Stiftung Langmatt Sidney und Jenny Brown
www.langmatt.ch
Freitag 21. November 2008
Historisches Museum Baden
Ensemble ö! Chur - künstlerische Leitung David Sontòn Caflisch
In der anregenden Umgebung des Historischen Museums erklingt ein Streichquintett Mozarts
und anschliessend Ecce Homines des Komponist Klaus Huber, der über die Arbeit daran im
Jahr 1997 notierte:
"Seit über zwanzig Jahren beschäftigt mich die Idee, für diese Mozartische Besetzung zu
komponieren, wobei sein Quintett in g-moll wie ein vom Föhn durchsichtig gewordenes
Gebirge in äußerster Ferne steht. Jetzt, da ich daran arbeite, versinke ich immer wieder
in Hoffnungslosigkeit...
Wozu ein Streichquintett heute, da der alles beherrschende Markt die kulturellen Werte, auch
die bedeutendsten, in seinem unersättlichen Global-Magen in immer kürzerer Zeit zu öko-
nomischen Werten oder Unwerten verdaut und zum Verschwinden bringt?
Merkwürdigerweise vermag das aber meine Obsession nicht zu mindern: Das Streichquintett
bleibt ein Garant seltenster Schönheit, und um das Auffinden neuer Schönheiten geht es
mir wieder, je älter ich werde... .
Und außerdem: Ich liebe die Bratschen!"
Wolfgang Amadé Mozart (1756-1791)
- Streichquintett in g-moll KV 516 (1787)
Klaus Huber (*1924)
- Ecce homines für Streichquintett mit zwei Bratschen (1997/98)
In Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Baden - www.museum.baden.ch
Freitag 21. September 2007
Gartensaal der Villa Boveri Baden
Martina Schucan; Violoncello
Petra Ronner; Klavier
Die Werke des Deutschen Komponisten Bernd Alois Zimmermann sind äusserst streng und
dicht konzipiert. Die Sonate für Violoncello verwendet als eines der ersten grossen Solowerke
für dieses Instrument erweiterte Spieltechniken. Dank einer radikalen Einbindung dieser
klanglichen Effekte auf struktureller Ebene wirken diese Momente nie aufgesetzt oder
plakativ und haben deshalb bis heute ihre ungebrochene Aussagekraft und Gültigkeit.
Ähnliches lässt sich über „Intercommunicazione“ sagen, die Verbindung der beiden
Instrumente Klavier und Violoncelle erfahren wohl nur noch in den Sonaten von Beethoven
eine vergleichbare Intensität.
"Ich sagte schon an anderer Stelle, dass "Intercommunicazione" gewissermassen eine Ver-
bindung zweier Solostücke miteinander sei, so möchte ich es einmal vorsichtig ausdrücken.
Der Titel deutet das auch schon an, und zwar in dem Sinne von "Verbindungsstück".
Cello und Klavier sind meiner Auffassung nach schwervereinbare Partner.
Die Charaktere der beiden Instrumente sind zu ausgeprägt, als dass eine Verbindung so
glatt vonstatten ginge. Das Opus 102, Nr. 2 von Beethoven stellt den wohl grossartigsten
Beweis für diese Auffassung dar."
B. A. Zimmermann
Ludwig van Beethoven 1770-1827
- Sonate für Violoncello und Klavier D-Dur Op. 102 Nr. 2 1815
Bernd Alois Zimmermann 1918-1970
- Sonata für Violoncello Solo 1960
Bernd Alois Zimmermann
- Intercommunicazione für Violoncello und Klavier 1967
Freitag 24. März 2005
ThiK. Theater im Kornhaus Baden
Vom Teufel!
Peter Schweiger, Sprecher
Fabio di Càsola, Klarinette
Urs Walker, Violine
Alena Cherny, Klavier
Mario Porreca, Akkordeon
Martin Lorenz, Schlagzeug
Dieses Programm projiziert eine teuflische russische Märchenwelt auf die beschauliche
Runde kleiner Kammermusikbesetzungen.
Durch die Stimme des Erzählers vermitteln die Komponisten ganz konkret, worum es in
ihren Stücken geht. Wie immer man die Rolle der Musik definieren will: sie stärkt und belebt
das Erzählte und wird es Kraft der archetypischen Klangbilder weit über die Sprach-
Wahrnehmung hinaus im ganzen Körper anklingen lassen.
Igor Stravinsky (1882-1971)
- Suite aus "L' Histoire du Soldat" für Violine, Klarinette und Klavier
Volksmärchen aus Russland
- "Der fahnenflüchtige Soldat und der Teufel"
Alfred Zimmerlin (1955)
- "Der Teufel auf dem Jahrmarkt" (2003/04) für Sprecher, Violine, Akkordeon und Schlagzeug
Libretto: Dieter Ulrich, frei nach Nikolaj Gogols Novelle "Der Sorotschinsker Jahrmarkt"
In Zusammenarbeit mit dem Thik, Theater im Kornhaus Baden - www.thik.ch