«RaumNetze NetzRäume»
Im Rahmen des Auftrages Composer of the week des Europäischen Musikmonats entstand das Projekt «RaumNetze NetzRäume» , für welches ich die Komposition «mâts» für Baritonsaxofon und Live-Elektronik schrieb.
Das Projekt stellt die Individualität einzelner Orte ins Zentrum ein Ort als eine genau bezeichnete Stelle im Raum; als solche nicht versetz- oder austauschbar, also einzig. Was aber den Ort ausmacht, sind nicht allein seine Koordinaten, sondern die Dinge an ihrer Stelle. Durch Aktionen in dieser spezifischen Umgebung erhält der Raum Identität, Relation, Geschichte und wird so zum Bedeutungsträger.
Das Stück «mâts» wurde zwischen dem 9. und dem 15. Juli 2001 täglich jeweils einmal an einem speziell dafür ausgewählten Ort in der Stadt Basel zu unterschiedlichen Tageszeiten aufgeführt. Dadurch entstand eine räumliche Disposition, die ein durchlässiges Netz entstehen lies zwischen physikalischem, musikalischem und elektronischem Raum, zwischen Komposition und Improvisation. Jeder der sieben Orte und Aufführungen wurde mit einer digitalen Videokamera aufgezeichnet, verarbeitet und gleichentags in den virtuellen «NetzRaum» übertragen.
Mit der Wahl elektronischer Medien werden Eindrücke relativiert Raum lässt sich in Anlehnung an den berühmten Satz der Theorie der Farbwahrnehmung klären als «a property of the human brain» und ist damit im Rahmen der menschlichen Vorstellung variabel.
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