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| reviews |
reviews
About the CD "Schoenberg, Kelterborn, Zimmermann" or the review Musical Opinion, 01 Jun 2007, Wigmore Hall Debut St. Galler Tagblatt, 30 Oct 2006, Tonhalle St.Gallen Badische Zeitung, 18 Jan 2007 Neue Zürcher Zeitung, 30 Oct 2006 Le Temps, 14 Mar 2005 Neue Luzerner Zeitung, 09 Apr 2005 Neue Zürcher Zeitung | 06 Apr 2005 --->click here
| Musical Opinion, 01 Jun 2007, Wigmore Hall Debut |
It
was a pity the programme by the Absolut Trio at the Wigmore Hall on 5
April did not attract a larger audience, for the musicianship displayed
by the three ladies who comprise its members was very high indeed. They
began with a most admirable performance of Beethoven’s Ghost Trio,
first rate in every way. Then followed a new work by the Swiss composer
Rudolf Kelterborn, 15 Moments Musicaux for Piano Trio, composed last year
and receiving its UK Premiere. This epigrammatic set would probably make
a greater impact through the medium of recording, as the work’s
fragmentary nature calls for much stopping, page-turning and starting
again to maintain such coherence as it might possess. None the less, the
piece is full of texturally fascinating ideas. Finally came a very welcome
rarity, Schönberg’s Verklärte Nacht in the transcription
for Piano Trio by Eduard Steuermann, made I assume with the composer’s
approval and surely his enthusiastic endorsement, for the result is an
astonishing contribution to the Piano Trio repertoire. So superbly did
Steuermann do his job that one might be forgiven for thinking Schönberg
originally conceived the work for Piano Trio before making the familiar
version. The performance by the Absolut Trio was consistently fine in
every regard, confirming the excellent impressions given in the first
half. I hope they have the opportunity of recording this version; it would
be an important addition to the catalogue. This ensemble is of the highest
class and I look forward to hearing them again in London very soon. Robert Matthew-Walker |
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Jungfrau
Zeitung, 18 Aug 2008, Mendelssohn Musikwoche |
Drei
romantische Klaviertrios in berufenen Händen Glanzvolle Eröffnung der Mendelssohn Musikwoche Die Violinistin Bettina Boller, die Cellistin Imke Frank und die Pianistin Stefka Perifanova, seit 2004 im «Absolut Trio» vereint, schenkten mit einer hoch differenzierten Wiedergabe je eines Klaviertrios von Robert Schumann und den Geschwistern Mendelssohn eine begeisternde Eröffnung der 4. Mendelssohn Musikwoche in Wengen. Kammermusik wie sie im Buche steht! Haydn, Mozart und Beethoven haben sie mit herrlichen Werken in fürstlichen Gemächern und Bürgerstuben bekannt und beliebt gemacht. Schubert und seine Nachfolger haben eine ebenbürtige Nachfolge angetreten und die klassische Sparte mit romantischen Kompositionen weiter geführt und bereichert. Eine sinnvollere glücklichere Eröffnung ihrer Kammermusikwoche hätten die Organisatoren in Wengen zusammen mit den drei Künstlerinnen nicht bieten können. Eine Garantie dafür bot das «Absolut Trio», der Zusammenschluss der drei renommierten Musikerinnen, die seit der Gründung in einer grossen Zahl von Auftritten ihr Können mit der Aufführung von Werken der klassischen, romantischen aber auch modernen Epoche unter Beweis gestellt haben. Natürlich finden die Kammermusikkonzerte heute auch in Konzertsälen statt. Den Hochgenuss bieten aber immer noch die Räumlichkeiten mit kleinerem Fassungsvermögen. Dazu ist auch die Reformierte Kirche in Wengen mit ihrer hervorragenden Akustik zu zählen. Eine faszinierende Gegenüberstellung Die drei Trios, das Opus 80 von Robert Schumann, das Opus 11 von Fanny Hensel-Mendelssohn und das Opus 66 von Felix Mendelssohn Bartholdy waren fast zur gleichen Zeit, in den Jahren 1845 bis 1847, jedoch aus einem total verschiedenen Umfeld ihrer Erschaffer entstanden. Schumann weilte enttäuscht in Dresden, wo er sich vergeblich um eine feste Anstellung bemühte, Mendelssohn war nach gescheiterter Wohnsitznahme in Berlin nach Leipzig an den Ort seiner Triumphe zurückgekehrt, und seiner Schwester Fanny, von der Sippe an öffentlichen Auftritten als Pianistin und durch jahrelange Verhinderung der Veröffentlichung ihrer rund 400 Kompositionen zurückgebunden, war es wenige Monate vor ihrem frühen Tode doch noch vergönnt, mit einem Meisterwerk die Nachwelt zu beschenken. Ihr Bruder Felix besorgte die Drucklegung und Herausgabe persönlich. Alle drei Werke haben jedoch keinen direkten Bezug zur Biografie ihrer Schöpfer. Alle drei sind lichtvoll, positiver Gestimmtheit zugetan und zeugen vom Siegeszug romantischen Liedschaffens. Man merkt sogleich, dass sie vom Klavier her geprägt sind, sind ihre Erzeuger doch allesamt Pianisten. Umso erfreulicher ist die geschickte Aufteilung des Sagens unter dem Tasten- und den beiden Saitenistrumenten. Bereits die Bezeichnung der Satzfolgen dient als Steckbrief der musikalischen Inhalte. Mit ihnen betritt der Zuhörer gegensätzliche musikalische Landschaften. Mit Schumanns Opus 80 begegnet er neuen Wegen fein verästelten Klavierspiels und hört sich durch ein Labyrinth liebevollen Zusammenspiels der drei Instrumente, die immer vom melodischen Liedhaften angeleitet werden. Mendelssohn führt mit seinem Opus 60 in einen packenden Wechsel von geläuterter Kantilene in dramatisches Ungestüm. Beide Männer profitieren dabei von einer langen vielseitigen Erfahrung in ihrem kompositorischen Schaffen. Nicht so die Frau, Fanny Hensel: Mit der Opuszahl 11 bezeugt ihre Meisterleistung das Neue und Erstmalige der genialen Schwester von Felix, einen Aufbruch, der durch ihren jähen Tod nur einen Monat nach der Uraufführung abgewürgt worden ist. Fannys d-Moll-Trio besticht durch pianistische Virtuosität neben gewinnender Melodik aus dem Zentrum ihres Schaffens, der Liedkomposition. Gelöst und doch in minutiös ausgewogenem Zusammenspiel bot das «Absolut Trio» die drei herrlichen Kompositionen dar. Ganz besonders genoss das zahlreich erschienen Publikum die schwerelose Virtuosität der Pianistin und die singenden Saiten des Cellos und der Violine. Die drei Künstlerinnen wurden erst entlassen, nachdem sie sich mit der sinnigen Bearbeitung eines Schumannliedes für Sopran, Tenor und Klavier für den Riesenapplaus bedankt hatten. Samuel Wenger |
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St.
Galler Tagblatt, 30 Oct 2006, Tonhalle St.Gallen |
Wenn
Schumann inspiriert Drei Uraufführungen zur Eröffnung der Contrapunkt-Saison in St. Gallen Arrangiertes von Schumann als Klammern um Beiträge von Zeitgenossen: Das Klaviertrio lebt, bisweilen überraschend ausgeformt. Diese Powerfrauen können Musik unserer Zeit packend und mit ihrem Engagement zu aufmerksamstem Hinhören verführend interpretieren. Das «Absolut Trio» (Bettina Boller, Violine, Imke Frank, Cello, Stefka Perifanova, Klavier) zeigte drei anspruchsvolle Beiträge zur Gattung Klaviertrio als Uraufführungen (zwei davon auf Schumanns Romantik ein je eigenes Licht werfend) taufrisch, luzide und mit speziellem Spass am Handling dieser Partituren. Das erste Konzert der Contrapunkt-Reihe 06/07 war spärlich besucht. Warum, fragt man sich angesichts so viel spannenden Neulands, das auch einem konservativen Hörer echte Erlebnisse bieten kann. Wenn die Pianistin etwa im Innenraum spielt, gleichzeitig Elektronik bedient und sich dann vor einem kaum koffergrossen, klingelndes Glockenspiel von sich gebenden Mini-Klavier hinstreckt: Komponistin Junghae Lee (Basel) hat mit «sonorletten» klingende Noveletten (ein Klaviertitel Schumanns) geschrieben. Ironische Mini-Instrumente Wie klingen kleine Klanggeschichten, so ihre Ausgangsfrage. Da gibt es tastende Klanginseln, meditativ und ein wenig zeremoniell, oder eruptive, an Ligeti erinnernde Ausbrüche, und gekonnte Übergänge zwischen Elektronik und traditionellem Instrumentarium. Und eben herrlich das Spiel auf drei Mini-Instrumenten, eine Ironisierung biedermeierlichen Hausmusizierens. Eine schwere, nicht selten rituelle Partitur. Der Dank der Zuhörer an die traumwandlerisch arbeitenden Damen des «Absolut Trios»: Absolut anteilnehmende Stille, konzentriertes Hören und Schauen. Sehr gelungen auch «Übersetzte Geschwindigkeit» des Zürchers Gary Berger. Er denkt das Klaviertrio trotz elektronischer Einwürfe instrumentaler als Lee, ist sehr mit der Tradition vertraut und begeisterte besonders durch intensive Klangballungen. Seine satten Trio-Klang erreichende, dichte und emotional genau austarierende Tonsprache liess Bergers Neuinterpretation des Textduktus des Schumann-Liedes «Liebesgarten» zum Erlebnis werden. Meisterhaftes Spätwerk Die dritte Uraufführung dann von Rudolf Kelterborn. «15 Moments musicaux» eines Altmeisters der Schweizer Moderne. Zauberhafte Gedanken, jede Miniatur eine greifbare und völlig fantasiereiche Idee, überlegen auskomponiert. Kein Gestus, der nicht genauestens gefasst wäre. Wie Beethoven in seinen Bagatellen zeigt Kelterborn hier vergoldete Splitter einer grossen und gereiften kompositorischen Erfahrung. Klaviertrio komponiert 2006, ein Meisterwerk, faszinierend interpretiert. Dazwischen Liedgut von Schumann, arrangiert für Trio. Seltsam diese Ausflüge in die Romantik. Seltsam nah wurde Schumann und man ahnte, warum er nicht aufhört, bis heute zu inspirieren. Martin Preisser |
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Badische
Zeitung, 18 Jan 2007 |
Reiz
des Dialogs: Das Absolut Trio in Freiburg Man hatte sich gerade aufgewärmt am romantisch lodernden Feuer von Robert Schumanns „Liebhabers Ständchen“, als die im gesamten Bühnenraum verteilten Lautsprecher plötzlich anfingen, klirrend kaltes Wasser zu speien. Willkommen in der Gegenwart! „Der zeitgenössischen Musik Gehör zu verschaffen“ ist dem Schweizer Absolut Trio ein zentrales Anliegen. Schon während der ersten Sekunden von Junghae Lees „Sonorletten“ hatten Bettina Boller (Violine), Imke Frank (Violoncello) und Stefka Perifanova (Klavier) in der Freiburger Elisabeth-Schneider-Stiftung dieses Ziel erreicht. Das Konzert suchte einen Dialog aufzubauen zwischen Schumann und der musikalischen Gegenwart. Die Gegenwart, das waren im Schumann-Jahr 2006 komponierte und von seinem Schaffen inspirierte Auftragswerke von Junghae Lee, Gary Berger und Rudolf Kelterborn, eingebettet zwischen sorgfältig ausgewählten, instrumental vorgetragenen Vokalduetten des deutschen Romantikers. Schumann als Füllmaterial? Diese Befürchtung konnten die Musikerinnen mit ihrem geschmeidigen, energiegeladenen Spiel von Anfang an zerstreuen. Sicherlich standen die zeitgenössischen Werke im Mittelpunkt des Interesses; der postmoderne Reiz des Dialogs jedoch kam erst durch die souveräne Belebung des Vergangenen zu Stande. Während „Sonorletten“ durch den raffinierten Einsatz elektronischer Effekte bestach, gruben sich die Klangmomente in Kelterborns „15 Moments musicaux für Klaviertrio“ mit verblüffend einfachen Mitteln tief in den Hörer en. K onstantin Bikos |
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Neue
Zürcher Zeitung, 30 Oct 2006 |
Romantik
im 21. Jahrhundert Das «absolut trio» im Theater Rigiblick jh. Eine biegsame Begleitfigur des Klaviers, ein erster Bogenstrich auf dem Cello - und schon ist man tief abgetaucht in die romantische Welt von Robert Schumann. Wie Bettina Boller (Violine), Imke Frank (Violoncello) und Stefka Perifanova (Klavier) in Schumanns Musik zum gemeinsamen Atem fanden und wunderbar zu singen wussten, war allein schon eine Fahrt zum Theater Rigiblick wert. Doch mit dem 2004 gegründeten «absolut trio» suchen die drei Musikerinnen mehr als nur den zu Herzen gehenden Schönklang. Für ihre Hommage an den vor 150 Jahren verstorbenen Komponisten liessen sie Schumannsche Vokalduette - arrangiert für ihre Besetzung - in Dialog treten mit drei brandneuen Kompositionen. Unter dem Titel «Ich denke dein» ist so ein Programm entstanden, das sowohl das Ohr erfreute wie auch durch die geschickt zusammengestellte Werkfolge und durch sorgsam gestaltete Übergänge Geist und Sinn anregte. Die seit 15 Jahren in Basel lebende Komponistin Junghae Lee orientiert sich für ihre «sonorletten» formal an Schumanns Noveletten. Nach zwei eher ruhigen Teilen mit Einzeltönen und Glissandi beleben scharfe, durch Elektronik intensivierte Akzente den dritten Satz. Mit wispernden Tönen auf Kinderinstrumenten finden Lees Klanggeschichten einen Abschluss von eigentümlicher Poesie. Konkret auf ein Schumann-Lied bezieht sich Gary Bergers Stück «übersetzte Geschwindigkeit». Ausgehend vom Text von «Liebesgarten» aus dem Opus 34 schafft der Zürcher Komponist ebenfalls mit dezenter elektronischer Unterstützung ein Gewebe von unterschiedlichen Dichtegraden, das zu einem überzeugenden Spannungsbogen gefasst ist. Eine ganze Welt von Eindrücken und Empfindungen tut sich in den 15 Moments musicaux auf, die Rudolf Kelterborn für das «absolut trio» geschrieben hat. Der Basler Altmeister hat sich in seiner Musik trotz aller Eleganz des Handwerks etwas Widerborstiges bewahrt. Von scheinbar leichter Hand hingeworfene Skizzen stehen neben lakonischen Epigrammen aus wenigen Tönen, die in ihrer Konzentration lange nachschwingen. |
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Le
Temps, 14 Mar 2005 |
Avec
Bernd Aloïs Zimmermann, en seconde partie, le concert prend une allure
théâtrale. Présence, ballet blanc met en scène
trois figures éminentes de la littérature: Don Quichotte
(incarné par le violon), Molly Bloom (le violoncelle) et le Père
Ubu (le piano) composent une chorégraphie pleine de poésie
et de sarcasme. Et c'est au fil de gestes aussi expressifs que suggestifs,
parfois drôles, que s'élabore une prodigieuse alchimie sur
scène. (Julian Sykes) |
Neue
Luzerner Zeitung, 09 Apr 2005 |
Der rasch entflammbare Ton der Violine, die hymnischen Gesänge des Cellos und die konturenscharfen Impressionismen des Klaviers reizten ... die Fiebrigkeit dieser Fin-de-siècle-Musik nach allen Seiten aus und demonstrierten gleich zu Beginn die exzellenten Qualitäten des ganz partnerschaftlich agierenden Ensembles ... profitierten die imaginären Ballettszenen von Bernd Alois Zimmermanns "Présence" wiederum von einer die Extreme virtuos ausreizenden Spielhaltung. (Urs Mattenberger)
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