Das 2003 gegründete Absolut Trio sucht den Dialog zwischen dem zeit-genössischen Musikschaffen (sowie anderen zeitgenössischen Kunst- und Ausdrucksformen) und der Vergangenheit und hat schon mehrere Kompositionsaufträge vergeben.
2005 machte das Trio mit Mischa Käsers Inszenierung von B.A. Zimmer-manns „Présence. Ballet blanc“ zusammen mit Eduard Steuermanns Klaviertriofassung von Schönbergs „Verklärte Nacht“ im In- und Ausland Furore; es folgte eine bejubelte Hommage an Schumann mit neuen Werken von Gary Berger und Junghae Lee, welche den Klang des Klaviertrios elektronisch erweitern.
Das Wigmore Hall Debüt 2007 wurde von den englischen Fachzeitschriften „Strad“ und „Musical Opinion“ in den höchsten Tönen gelobt. 2008 erschien die Debut-CD bei Guild mit den genannten Werken von Schönberg und Zimmermann sowie einem Auftragswerk von Rudolf Kelterborn. Für diese Aufnahme erhielt das Absolut Trio den „Super Sonic Award“.
2012 erscheint die zweite CD: Junghae Lees Trio “Sonorletten” mit Live-Elektronik wird eingebettet zwischen zwei vom Absolut Trio bearbeitete Liedduette aus op. 78 von Robert Schuman, und Mischa Käsers luzides 1. Klaviertrio - dem Absolut Trio gewidmet - fügt sich zwischen die langsamen Sätze aus Schuberts Klaviertrios op. 99 und 100.
2013 wird eine
weitere CD eingespielt: “Andreae plus” kombiniert Raritäten
weitgehend unbekannter Schweizer Komponisten des vergangenen Jahrhunderts mit
dem grossartigen ersten Klaviertrio des Romantikers Volkmar Andreae.
Die Geigerin Bettina
Boller hat sich seit ihrer Kindheit als eigenwillige und ausdrucksstarke Musikerpersönlichkeit
profiliert. Ausbildung bei Ulrich Lehmann in Bern (Solistendiplom mit Auszeichnung).
Weitere Studien bei ltzhak Perlman und Masao Kavasaki in New York.
Bettina Boller hat sich mit ihrem Einsatz für die Musik des 20. Jahrhunderts
einen Namen gemacht und Schweizer Werke zu internationaler Beachtung geführt
(u.a. Einspielung der Violinkonzerte von Schoeck, Suter, Vogel). Mit ihrer sehr
persönlichen und engagierten Spielkunst spricht sie ein grosses Publikum
an und hat schon viele Komponisten zum Schreiben angeregt. Gemeinsam mit dem
Regisseur Adrian Marthaler realisierte sie fünf z.T. preisgekrönte
Musikvisualisierungen. Mit ihrem Duo-Partner Walter Prossnitz nimmt sie sich
v.a. Werken jenseits des gängigen Repertoires an (u.a. Reger, Hindemith,
Schoeck, Lekeu, Furtwängler). Sie ist auch Mitglied des Solistenensembles
Collegium Novum Zürich.
Für Bettina Boller ist Musik Sprache, der sie sich in allen Facetten kompromisslos
hingeben will, als zwingendes Erlebnis sowohl fürs Publikum als auch für
sie selbst.
Judith
Gerster ist seit 2003 Mitglied des Sinfonieorchester Basel. Ihre Ausbildung
erhielt sie an der Musikakademie Basel bei Ivan
Monighetti und an der Musikhochschule Winterthur bei Thomas Grossenbacher, wo
sie ihr Studium 2003 mit dem Solistendiplom beendete.
Neben der Tatigkeit im Sinfonieorchester Basel ist sie auch Mitglied im Kammerorchester
Basel, im Ensemble Amaltea und spielt in verschiedenen Kammermusikformationen.
Wegweisend fur ihre musikalische Tatigkeit ist die Arbeit mit Walter Levin~Hansheinz
Schneeberger, Gerard Wyss, Kurt Widmer, Gidon Kremer und Giovanni Antonini.
Stefka Perifanova studierte an der Musikakademie Sofia bei Prof. Konstantin und Julia Ganev (Schüler von Heinrich Neuhaus). Dort vier Jahre als deren Assistentin tätig. 1993 Stipendiatin Cyrillus und Methodius (wichtigstes bulg. Stipendium) das ihr weitere Studien bei Rudolf Buchbinder, Gérard Wyss (Kammermusik und Liedbegleitung) und Bruno Canino in der Schweiz ermöglicht. Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe u.a. Edward-Tchumi-Preis für das beste Solistendiplom des Jahres, und Erstpreisträgerin des Concurso Internacional de Musica da Ciudade do Porto. Internationale Konzerttätigkeit als Solistin. Begehrte Kammer-musikpartnerin namhafter Solisten in verschiedenen Formationen und Liedbegleiterin. Assistenz bei Meisterkursen u.a. mit Janos Starker, Igor Oistrach, Menahem Pressler, Bernard Greenhouse. Seit 2005 Mitglied des Kammerensembles Camerata variabile. Reiche Erfahrung auch als Jurorin, gefragte Pädagogin für Meisterklassen. 1999 Berufung an die Hochschule für Musik und Theater in Zürich.